Donnerstag, 30. Januar 2014

Englische Leher wissen nicht was Drucker sind...

So liebe Leute :)
Nach diesem unglaublich lustigen Nachmittag mit Emiliy und Freya kommt heute der nächste Blogeintrag. Eigentlich nur ein paar Fotos und ein paar kleine Erzählungen aus den letzten Tagen.
am Dienstag hatten wir Discovery-Day. Am Morgen hatten wir in der Assembley-Hall eine Präsentation über Effektiveres Lernen und verschiedene Wiederholungstechiken für die bevorstehenden Examen im Februar. Das war relativ aufschlussreich, aber ich kenne meine Wiederholungstechnik und etwas wie Roman-Room ist glaube ich nichts für mich... ;)
Am Nachmittag waren wir mit der ganzen Klassenstufe in der Sporthalle und haben etwas mit und über Literatur gemacht. Immer zu fünft saßen wir an einem Tisch (mir wurde an zwei Tischen ein Platz freigehalten :D das hat mich unheimlich gefreut!) und haben in unserer Gruppe die AUfgabe gesprochen. Danach sind immer zwei oder drei "Gruppensprecher" nach vorne gegangen und haben die Ergebnisse präsentiert und erklärt - und einmal bin sogar ich nach vorne. Ich war ganz schön aufgeregt, aber danach war ich total stolz!
Und hier kommt das erste Selfie. Ein bisschen verschommen und schräg, aber umso cooler :D

 Sanjida & Megan

Das ist das größte Nebengebäude, wo auch mein Klassenzimmer (wo ich eigentlich nur bei der Registration bin...), Geschichtszimmer, Business-Studies und Religion-Studies habe. Für das Hauptgebäude war ich leider nicht weit genug weg und nachher hat es zu sehr geregnet... Uups da wartet wohl jemand auf mich ;)


Emily und ich im Wohnzimmer:
Emily: Where´s Freya? She´s really late! She should have arrived half an hour ago!
Ich: Maybe she has a long detention... ;P
10 Minuten später
Emily: I´ll text her (Where are you??)
1 Minute später
"I´m upstairs...?!"

Dienstag, 28. Januar 2014

Was die anderen so von uns Deutschen denken...

Liebe Blogleser,
es ist mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Es gibt auf jeden Fall viele viele Bilder heute ;)
Um ein früheres Thema aufzugreifen: Die Mathetest werde ich wohl nie wieder sehen :( Aber dafür habe ich gestern meinen Physiktest zurück bekommen.
Dazu muss man sagen:
  • Es war meine erste richtige Schulstunde
  • Diese ganzen Ausdrücke waren mir völlig fremd
  • Ich hatte davor fast vier Wochen kein Physik gemacht
  • Ich war die meiste Zeit damit beschäftigt mein Wörterbuch durchzublättern
Dadurch kann man schließen, dass ich ziemlich unter Druck saß und trotzdem ist am Ende ein A rausgekommen. In England werden Noten von A-G oder H vergeben, wobei A das Beste ist, das einzige was noch besser als ein A ist, ist ein A*.
Hier ein paar Seiten von dem Test:


Am Wochenende waren meine Gasteltern und Freya auf einer Hochzeit, das heißt, dass Josie, Elyas und ich bei Emily geschlafen haben. Ja... macht 6 Kinder (ich zähle mich jetzt noch dazu, zur verdeutlichung:D ). Das heißt da war nichts mit ausschlafen am Sonntag oder so. Vorallem, wenn man so schnell schaltet wie ich und erst rafft, dass man da schlafen soll, wenn man schon da ist und keinen Schlafanzug oder eine Zahnbürste dabei hat. Aber das Frühstück war gut. Ein richtiges English-Breakfast, mit Beans, Ei, geriebenen und gebratenen Kartoffeln und Bacon und und und...

Aber jetzt zum eigentlichen Titelthema:
Wenn ich sage, dass ich aus Deutschland bin stoße ich auf die unterschiedlichsten Reaktionen. Meistens freuen sich die Leute und sind sehr interessiert. Und doch scheinen die Engländer nicht oft über ihren Inselrand hinweg zu sehen. Offensichtlich wissen sie nicht dass man auf dem Festland normalerweise keine Schuluniform trägt... Man kann ja nicht alles wissen, wer die englische Thronfolge vorwärts UND rückwärts runterbeten kann, muss ja nicht wissen, was in anderen Ländern vor sich geht. Schon gar nicht in denen ohne König! Oke, das war jetzt alles eher mit einem Augenzwinkern gemeint ;)
Aber manche Reaktionen haben mich erschreckt, wenn nicht sogar geschockt. Jemand hat mich tatsächlich gefragt, ob wir in unseren Klassenzimmern Bilder von Adolf Hitler hängen haben. Ich habe es erst für einen ziemlich markaberen Scherz gehalten, aber es war offensichtlich ernst gemeint... Eine andere Reaktion auf das Wort "Deutschland" war: "Deutschland war im 2. Weltkrieg und hat verloren! YES! Haha!" Das tut auf der einen Seite schon ein wenig weh, aber auf der anderen Seite ist es einfach traurig wie wenig die Leute über uns wissen.

Und hier mal nicht so blaue und schönere Fotos von meinem Lieblingspark. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann nicht genug davon bekommen *-*










Donnerstag, 23. Januar 2014

Handsworth Park & Grandpa´s 70th

Soo, ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal etwas geschrieben jabe, ich glaube es war das mit dem Feueralarm. Wenn am Montag halt nicht schon wieder Feueralarm gewesen wäre! Und wenn ich dan nicht gerade Sport gewesen wäre und ich Shorts und ein T-Shirt angehabt hätte! Und wenn wir dann nicht eine Ewigkeit in der Kälte gestanden wären... Mir ist der ganze Abend nicht mehr warm geworden! Aber ich hatte ja eine heiße Schoki mit Marshmallows *-*
Am nächsten Tag war ich im Handsworth Park joggen, obwohl joggen in dem Fall ein weitgereichter Begriff ist, ich habe die ganze Zeit angehalten um Fotos zu machen, weil ich so fastziniert war, weil der Park echt RIESIG ist. Wenn man auf der einen Seite steht sieht man DEFINITIV nicht das andere Ende vom Park. Und dann geht man über die Eisenbahnbrücke und dann kommt man zu einem rieeeesigen See mit einer Insel und noch ein paar anderen süßen Sachen, aber das hab ich alles für euch fotografiert! Ich bin  übrigens immer noch von englischen Vorortsstraßen begeistert, vorallem wenn es gerde dunkel wird. Deshalb sind die Fotos auch nicht soooooooo super... Lange Rede, kurzer Sinn: Hier kommen die Fotos:

 Es ist schon ganz schön grün oder?

Ist das nicht absolutly piutiful?

Der See, also er ist schon ganz schön riesig oder? Ich find schon!
Ich frag mich ob die im Sommer dadrin Baden, weil da war so ein Steg, aber es sind Enten drin, also weiß ich nicht so recht...

Und das ist wieder auf der anderen Seite - mit einem Pavillion *-*

 Das ist wieder beim See... Ich find das Foto so so so so so cool - und gar nicht so grün, aber seht ihr die Kirche im Hintergrund?




Hexenhaus, Hexenhaus, ja da guckt die Hexe raus... *-* Ist das nicht süß?? *-*

 Der Rasen hier hat auf jeden Fall ein ganz anderes grün. Nicht so gelbgrün wie bei uns, eher blaugrün? Ich muss mir noch eine Farbe überlegen...

Mittwoch wurde der Opa von meinen Gastgeschwistern 70 und zum feiern sind wir in ein kleines Restaurant gefahren (Ich weiß nicht ob jemand an diesem Abend mehr gegessen hat...). Ich freue mich ja jedes Mal, wie herzlich ich von der GANZEN Familie aufgenommen wurde. Cosuins, Onkel, Tanten... Ich war sofort mittendrin - ohne Absicht. Es war auf jeden Fall ein echt schöner Abend. Der Großvater ist ein englischer Gentleman der alten Schule. Leute: Mein erster Handkuss ;D Wenn das nicht obercool ist :D
Freya, ihre Cousine Harriet (12, sieht aus wie 16) und ich hatten uns an das Tischende gepflanzt und hatten den ganzen Abend super viel Spaß. Wir waren uns am Ende gar nicht mehr sicher, ob wir uns gegenseitig besuchen sollen... Zu viel Awesomeness auf einem Fleck, die armen Eltern... Onkel und Tante, sind extra auf AUSTRALIEN eingeflogen gekommen. Und nach dem Essen gab es dann einen recht tränenreichen Abschied, aber was ich gelernt habe: Egal wo man ist, die Heimat ist nie weit;)


Hier mal wieder ein Fakt, weil wir so lange keinen mehr hatten:

Fakt ist: Abende mit der Gastschwester sind und bleiben die besten. Egal ob Karten spielen bis um 22 Uhr, Fernsehen gucken bis einer wegpennt, reden bis die Zunge taub ist oder: KUCHÖÖN backöön und erkennen, dass man einfach unschlagbar ist :D


Samstag, 18. Januar 2014

Englische Schulen

So, der letzte Blog-Eintrag ist schon eine Weile her, das liegt einerseits daran, dass bei mir auch so langsam der Alltag einkehrt, andererseits, dass die Stunden in der Schule und die Hausaufgaben mich voll beanspruchen. Im Moment arbeite ich an einer Präsentation über mein Leben und meine Schule in Deutschland für Englisch.
Nach einer Woche englischem Schulallatag, galube ich, darf ich mal eine erste Bilanz und einen kleinen Vergleich machen.
Morgens geht es also um 8.40 Uhr los. Jede Klasse trifft sich in ihrem Klassenzimmer mit ihrem Klassenlehrer/Klassenlehrerin zur "Regeistration". Da wird einfach geguckt ob alle da sind und gegebenenfalls werden auch kleine Nachrichtem vom Direktor verlesen. Jede Klasse hat einmal in der Woche eine Stufenversammlung. Für die Zehner ist das der Dienstag.
Das geht zwanzig Minuten bis um 9 Uhr. Dann geht es in den ersten Kurs. Für jedes Fach gibt pro Klasse um die 8 Kurse. Wobei im 1. Kurs die Streber sitzen und im 8. die... nicht so guten. In Mathe, Geschichte und Business Studies bin ich im ersten Kurs, was mich sehr stolz macht. Und ich glaub insgesamt geht es nicht unter 4 oder 5. In jedem Kurs sitzen um die 18-20 Leute auch mal mehr oder weniger, aber das ist so der Schnitt.
Das mit den Klassenzimmern ist auch ganz anders als bei uns. In der Handsworth Wood Girls Academy gibt es viel mehr Klassenzimmer als auf dem Goethe. Also viel-viel mehr! Es gibt an die drei, vier verschiedene Gebäude. Vorallem die Naturwissenschafts-Klassenzimmer sind um einiges größer als unsere, obwohl dann weniger Schüler drin sind. Da muss der Lehrer schon manchmal ein bisschen schreien. Ich glaube einer der Hauptgründe für die vielen Klassenzimmer sind nicht nur die kleineren Kurse, sondern dass jeder Lehrer sein eigenes Zimmer hat, das heißt die Schüler kommen die Lehrer besuchen und nicht andersrum. Und jeder Lehrer hat nur ein Fach, was heißt dass es auch mehr Lehrer gibt. (Bei uns machen ja fast alle Lehrer zwei oder drei Fächer).
Jeder Lehrer hat sich in seinem Zimmer hinter dem Pult schon ziemlich häuslich eingerichtet. Von Kaffetasse bis Handcreme ist alles dabei. Aber in seinem "eigenen" Zimmer kann man den Unterricht denke ich schon besser vorbereiten weil es ist ja immer da, man kann nichts in einem anderen Zimmer vergessen.
Mein Geschichtszimmer ist Knallrosa von oben bis unten, alle vier Wände. Das ist schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig...
Oft sitzen die Schüler nicht in Reihen sondern oft an Gruppentischen und nicht unoft sitzen viele Leute mit dem Rücken zum Lehrer. Oft gibt es überhaupt kein klares Vorne im Klassenzimmer. An einer Wand ist das Pult, an einer anderen die Tafel.
Jede Stunde geht wirklich eine Stunde. Jeden Tag außer Mittwoch hat man nur vier Stunden. Das ist eigenlich ziemlich entspannend, weil man nicht mit x-vielen Fächern bombadiert wird und sich ja alles merken sollte. Meistens hat man 3-4 verschiedene Fächer am Tag und kann die auch langsamer angehen weil man mehr Zeit hat.
Die Pausenklingel ist ein ziemlich schrilles, langanhaltendes rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
Und der Feueralarm klingt ungefähr genauso nur nicht ganz so schrill. Aber wie soll man die bitte unterscheiden?? Vor allem wenn er am Anfang einer Stunde losgeht? Es klingelt, ich denke, dass ist jetzt der Gong zum Stundenbeginn. Auf einmal fangen alle an zu jubeln und ich saß nur so da:
Aber irgendwann hab ichs dann kapiert...

So das war mal ein kleine Kostprobe englischer Schulen (natürlich kann man das oben nicht auf alle englischen Schulen verallgemeinern).
Ich wünsche euch allen einen schönes Wochenende :)

Montag, 13. Januar 2014

Stundenplan & Schuluniform

Erst einmal noch ein Wort zum Wochenende. Am Samstag hatte ich einen wunderschönen Tag mit meiner Gastschwester Freya in der Innenstadt von Birmingham.

Ja, auch in Englan scheint auch mal die Sonne. Um ehrlich zu sein glaube ich hatte ich hier mehr Sonnenschein als ihr :D Insgesamt hat es erst 2mal geregnet, sonst war es bewölkt, aber es hat auch echt oft die Sonne geschienen.
Sonntag ging ich mit meiner Gastfamilie in ihre Kirche, die sich sehr von dem unterscheidet an das ich gewöhnt bin, und ehrlich, es war nicht so ganz mein Ding. Erst wusste ich nicht ganz, wie ich das meiner Familie beibringen sollte, aber Weisheit Nummer 1: Kommunikation löst Probleme. Mir war es nämlich wichtig, dass sie verstanden warum und dass ich mich erklährte.

Als es heute Morgen zurück in den altbekannten "Room four" gin, war meine Laune erstmal am Ende, aber Weisheit Nummer 2: Nicht so früh am Tag verzagen, es gibt immer etwas was den Tag rettet, sei es die kleine Gastschwester, ein Spontanausflug zur größten Bibliothek Europas oder eine liebe oder unerwartete Nachricht von zu Hause. 

Schließlich gab es doch einen Stundenplan worüber ich mich riesig gefreut habe, jetzt kann es endlich richtig losgehen!!

Woche A:

Woche B:




Wenn der Stundenplan nicht der Oberhammer ist....


Und hier kommen endlich die langersehnten Fotos von mir in Schuluniform!!


 Bitte nicht auf das Chaos im Hintergrund achten, der Rest vom Zimmer ist echt aufgeräumt!

 Ja, diese unglaublich Firgurbetonten Blusen....

 Das is er

Mein erster "school-jumper" *-*

Mich erstaunt es immer wieder, wie wenig Leute wissen, dass man in Deutschland keine Schuluniform trägt! Fast alle schauen mich erst erstaunt und dann empört an, wenn ich sage, dass wir so in die Schule kommen können wie wir wollen. Eigentlich könnte man das doch wissen... Schließlich ist in Europa ja fast wirklich nur England und Irlnad, in denen man konsequent eine Schuluniform tragen muss.

Handsworth ist eine Vorzeigestadt, was Englische Vororte angeht:



So sieht das aus, wenn ich aus dem Haus gehe. Ist das nicht die perfekte England-Vorzeige-Vorstadt-Klischee-Straße?? Ich finde schon...

Und das ist mein zu Hause für die nächsten Wochen und Monate:


Freitag, 10. Januar 2014

Erste Woche - Erste Zwischenbilanz

Puh bin ich nach dieser Woche geschafft!! Ich glaube nicht, dass es je eine Woche gegeben hat, die länger war - Das ist natürlich Quatsch, ich weiß, aber diese Woche ist mir wirklich wie eine Ewigkeit vorgekommen.
Ich könnte jetzt nochmal jeden Tag wieder und wieder schreiben wie es in der Schule bergauf geht mit den Feunden und so. Aber solange sich nichts großartig ändert oder was echt besonderes passiert lass ich es und erzähl weniger von der Schule, sondern mehr von dem außen rum.
Gestern, also am Donnerstag bin ich mit "klein-blond" Emily nach der Schule zu ihr nach Hause gelaufen. Zur kurzen Erläuterung: Ihre Familie und meine Gastfamilie sind sehr eng befreundet.
Kurze Zeit später kam auch meine Gastschwester Freya an und später Emilys kleine Zwillingsschwestern und ihre Eltern. Wir hatten einen echt schönen Abend bei Emliy und ihrer Familie.
Was besonders schön war und mich überrascht hat und ich ehrlich gesagt so nicht erwartet hat, mich aber sehr gefreut hat, war wie herzlich sie mich ja fast in ihre Familie aufgenommen haben
Ich musste ihnen bei Google Earth zeigen wo ich wohne, wo meine Schule ist und, und, und. Den ganzen Abend haben wir uns wirklich gut unterhalten.
Bei GoogleBilder habe ich ihnen meine Schule gezeigt und dann kam der "Aneinander-vor-bei-reden-Fail" des Abends: Ich fragte Emliys Familie ob sie Taizé kennen würden (ich sprach es extra schön Französisch aus, damit sie es auch erkennen. Es liegt ja schließlich in Frankreich). "Däisäi?" fragte Emilys Mutter. "No Taizé", sagte ich. Ich beschrieb es ein wenig mithilfe von GoogleÜbersetzter.  "Yeah, isn´t it Däisä?". Ganz ehrlich, was zum Henker soll Däisäi sein? Oke, GoogleFotos. "Yeah, that´s what we ment." Ich dachte nur: Wirklich? Und dann nach und nach, habe ich langsam nach und nach aus dem Däisäi Taizé herauskristallisieren können.
Ja das war die Däisäi-Geschichte. Ganz ehrlich: Däisäi - Taizé wo ist da die Gemeinsamkeit? Woher soll man das denn wissen?
Nach dem Abendessen, als wir gegangen sind, haben sie zu mir gesagt, wann auch immer ich zu ihnen kommen will, ich bin immer herzlich Willkommen. Das hat mich sehr gefreut.
Den restlichen Abend war ich mit meinen Gastgeschwistern alleine zu Hause. Elyas und Josie mussten ins Bett, also hatte ich einen wunderschönen Abend mit meiner älteren Gastschwester Freya.

Obwohl ich eigentlich nichts über die Schule schreiben wollte, aber eine Sache muss ich noch erzählen. Die Begeisterung von manchen Leuten in der Schule ist echt nett anzusehen wenn ich sage, dass ich Deutsche bin. Wenn alle immer anfangen ihre kleinen Deutschkenntnisse herauszukramen und mir ganz begeistert zu zeigen, dass sie solche Dinge wie "Guten Tag. Hallo." oder so kennen.
 Aber den Vogel hat echt ein Lehrer abgeschossen, den ich im bekannten "Room 4" getroffen habe. Wenn ich ihn auf dem Gang sehe, muss er mir jedes mal ganz begeistert "Guten Tag." oder "Guten Morgen" sagen. Danach kommt meistens noch ein "schnell, schnell" oder "raus" hinterher.
Heute in der Essensschlange hat er mir erklährt: "That´s all I know: Schnell, schnell. Raus." Dass wir Deutschen nicht nur unfreundliche Sachen sagen, hat er dabei glaube ich großzügig überhört ;)
Es ist auf jeden Fall lustig und nett zu sehen wie die Leute auf mich zukommen.

Ich bin in den letzten Tagen auf jeden Fall schon mehr zu Ruhe gekommen und ein bisschen angekommen. Wenn ich jetzt in die "Endwood Road 21" komme ist es auch kein In-ein-fremdes-Haus-kommen. Es ist zwar auch noch kein Nach Hause kommen, aber ganz ehrlich, wer erwartet das schon nach einer Woche!! Also solche Ansprüche hab ich nicht an die erste Woche gehabt.
Ich hatte ein Ankommen erwartet. Und jetzt bin ich angekommen. Das heißt, ich bin überall, wo ich hier bin nicht mehr total fremd. Das freut mich.

Dienstag, 7. Januar 2014

Ein paar nette Fakten über die Inselbewohner und ihre Gewohnheiten ;)

1. Wenn man in ein englisches Haus will, muss man den Schlüssel falsch herum ins Schloss stecken.

2. Wenn man die Tür dann wirklich aufschließen will, muss man ihn auch noch falsch herum drehen

3. Als Nicht-Engländer bekommt man generell Panik, wenn ein Engländer in einen Kreisverkehr fährt.

4. Worte wie "Darling, Sweetie, My Love, Sweetheart" kommen den Engländern recht einfach über die Lippen.

5. Dinner gibt es zwischen 15 und spätestens 18 Uhr, danach gibt es nichts mehr

6. Der Fernseher läuft generell immer, auch wenn nieman im Raum ist

7. Alle Zimmer haben ein Schloss, außer Toilette und Dusche. Daran muss man sich erstmal gewöhnen...

8. Man kommt sich unhöflich vor, wenn man nicht mindestens 50x am Tag "Thank you" sagt

9. In England ist es nicht Tradition an Silvester "Dinner for one" zu gucken. Die meisten scheinen das nicht einmal zu kennen...

10. Englische Lampen können nicht normal angehen. Wenn man sie anmacht, sind sie kaum hell, erst nach ein paar Minuten hellt die Lampe auf.

11. Wenn man etwas in eine englische Steckdose stecken will, muss man echt brutal veranlagt sein!


Ich denke die Liste wird regelmäßig verlängert ;)

Von Assembleys, Toast und einer netten Student-Supporterin

Ja, ja ich weiß in den ersten Tagen hätte man mehr Posts erwarten können - gerade von mir, aber in den letzten Tagen wurde ich so mit Eindrücken bombadiert, dass ich erstmal alles selbst im Kopf ordnen musste. Also gestern hatte ich meinen ersten Schultag. Erstmal muss ich euch jetzt eins unter die Nase reiben, dadurch dass ich nur drei Minuten zur Schule laufe und die erst um 8:40 Uhr losgeht stehe ich jetzt regelmäßig gegen 8 Uhr auf, das heißt bei euch ist 9 :P Klartext: Wenn ihr erste große Pause habt steh ich grad auf :D
Am ersten Schultag hatte ich dann wohl das, was man Kulturschock nennt...
Wir sind also am Montagmorgen in die Schule gegangen (meine Gastmutter hat mich gebracht), da gabs dann erstmal einen Haufen Papierkram zu erledigen. Danach hat mich jemand in einen Raum gebracht, wo ich ein paar Test machen musste. Beim Mathetest dachte ich nur "ARE YOU KIDDING ME??" Wenn ich ihn zurückkriege zeig ich mal ein paar Aufgaben... Für die Luchpause achteten sie darauf, dass ich jemanden hatte, der nach mir sieht. Danach musst ich weiter Test schreiben. In England sind die ziemlich dick, aber dass ist nur ´n Haufen Text und dann eine Linie wo du die Lösung (nicht Lösungssatz!) hinschreiben musst; Eigentlich grad das Gegenteil von unseren Test: EIn Aufgabenblatt, drei wo man die Lösungen runterschreibt...
Für die Mittagspause wurde ich zu der "Student-Supporterin" gebracht, wo sie mir Emily, ein Tochter von Freunde meiner Gastfamilie, vorstellte. Emily zeigte mir die Schule und fast jeder fragte Emily, die auch blonde Haare hat,ob wir Schwestern wären. Es ist nämlich so, dass man in der Handsworth Wood Girl Academy mit blonden Haaren und weißer Haut sehr auffällt, ich würde mich wundern wenn man auf zehn Blonde Mädchen kommt...
Nach der Schule, zurück bei der Student-Supporterin (ich hab leider ihren Namen vergessen) kam mir dann der Kulturschock hoch. Die Supporterin (vielleicht sowas wie am Goethe die Sekretärinnen) war sehr lieb und bemüht mir zu helfen. Ich sprach mich kurz bei ihr aus. Dann sagte sie mir, dass sie mir morgen ein paar Mädchen aus meiner Klasse vorstellen will. Das zeigte wie sehr sie um mich bemüht war.
Zu Hause beschloss meine Gastfamilie um mich aufzumuntern in die Bibliothek in Birmingham zu fahren. Das ist die größte Biblothek in Europa (Ja, Luca, falls du das liest, darfst du jetzt neidisch werden^^). Zehn riesige Stockwerke voller Bücher und auf dem Dach einen wunderschönen Blick über das nächtliche Birmingham (leider hat es geregnet). Ich hab leider nichts fotografiert weil ich meinen Fotoapperat nicht dabei hatte.

Das ist jetzt wenigstens ein Bild aus dem Internet...

Der nächste Tag wurde ein Glück vieeeeeeeeel besser als der vorige. Die Student-Supporterin brachte mich zum Assembly von der 10. Klasse und stellte mir einige Klassenlehrer vor. Dann gabs wieder Test^^
Der eigentliche Grund für die Besserung war, dass ich mich nicht mehr so alleine fühlte. In der Lunchbreak holte ich mir ein Toast und in der Schlange hat mich das Mädchen vor mir angsprochen und als ich gesagt habe, dass ich in die 10. Klasse gehe, kam von hinten irgendwo ein "She´s in my class!" und ein "Yes, I´ve seen her in the assembley" (Okay mich kann man ich nicht übersehen, denn mit dem grauen Cardigan falle ich zwischen den ganzen schwarzen Pullovern ganz schön auf. Der besorgte Pulli war mir leider viel zu klein und der Laden hat erst, was weiß ich wann wieder auf.
Als ich dann aus der Toast-Schlange kam, sprachen mich zwei blone Mädchen in meinem Alter an "Do you want to join our blond-club?" Ein bisschen small-talk und schon war ich wieder fröhlicher :) Bevor ich zurück in den Raum ging, kamen wieder vier oder fünf Mädchen aus der 10., die mich im Assembley gesehen hatten, die wissen wollten wie ich hieß.
Vor Schulschluss war ich wieder bei der Student-Supporterin, ("It´s nice to see you smiling!").
Wahrscheinlich muss ich zwar noch die ganze Woche in diesem Raum da sein, bis ich meinen Stundenplan habe, aber jetzt ist es mir egal.

Sonntag, 5. Januar 2014

Erste Eindrücke

Gestern Morgen gings also mit einer dreistündigen Fahrt nach Frankfurt los. Auf der Fahrt gabs erstmal einen kleinen Schock, als mich jemand von Interstudies anrief und sagte, meine Gastfamilie hätte gegen 8.05 Uhr am Flughafen auch mich gewartet. Darauf folgte erstmal ein Schockmoment meiner Seite, dann tausend Entschuldigungen und schließlich einer einfachen Richtigstellung und dem Gedanken "Hoffentlich warten die auch ein zweites Mal auf mich".

Der Frankfurter Flughafen ist ein eigenes Verkehrsnetz für sich. Terminal 1 links ab, Terminal 2&3 rechts und so weiter. Ein Wunder, dass wir den Luftansa Eingang gefunden haben.


                                         riesen Schoki *-*

Und so sieht Vorfreude aus :D
Ein bisschen mulmig wurds mir dann schon, als ich alleine durch die Absperrung ging.
Das legte sich auch nicht als ich ins Flugzeug ging. Der Flug war unerwartet angenehm für meine Verhältnisse und der Ausblick war wirklich schön. Ich habe versucht ein wenig davon einzufangen, ich hoffe man kann etwas erkennen.







Am Flughafen wartete erstmal ein langer, weißer Gang auf mich (der war so genial, den musste ich einfach fotografieren XD)

Und sehr zu meiner Erleichterung und Freude, dass sie noch mal gekommen waren ;) warteten meine Gastmutter und mein Gastvater am Flughafen auf mich. Autotür auf: Eine Rückbank voller Gastgeschwister :D
Zu Hause stürmte Josie (5) ganz begeistert mir das Haus zu zeigen umher und zeigte mir ihren "Messi-Room", den sie mit ihrem kleinen Bruder Elyas (2) teilt.
Über die Gastgeschenke freuten sie sich alle sehr, nur Josie kam gleich zu mir "Have you got any more?"
Nach dem Abendessen (Pizza :)) schauten wir gemeinsam "The smirfs" (Schlümpfe). Das Vorurteil, dass bei Engländern immer und bei allem der Fernseher läuft kann ich auf jeden Fall bestätigen, nachher als wir Phase 10 spielten.
Bevor sie ins Bett musste, holte meine kleine Gastschwester Josie ihre Ukulele (Ich hoffe dass schreibt man so, ist eine kleine Gitarre mit vier Saiten) und sang mir ein Gute-Nacht-Lied "Christina is soooo beautiful".
Josie und Elyas sind sehr schwer zu verstehen wenn sie schnell reden und ich komm mir vor als würde ich das letzte Krüppel-Englisch reden. :)
Hoffentlich ändert sich das noch... :D
Bitte kommentiert fleißig :)))