Samstag, 18. Januar 2014

Englische Schulen

So, der letzte Blog-Eintrag ist schon eine Weile her, das liegt einerseits daran, dass bei mir auch so langsam der Alltag einkehrt, andererseits, dass die Stunden in der Schule und die Hausaufgaben mich voll beanspruchen. Im Moment arbeite ich an einer Präsentation über mein Leben und meine Schule in Deutschland für Englisch.
Nach einer Woche englischem Schulallatag, galube ich, darf ich mal eine erste Bilanz und einen kleinen Vergleich machen.
Morgens geht es also um 8.40 Uhr los. Jede Klasse trifft sich in ihrem Klassenzimmer mit ihrem Klassenlehrer/Klassenlehrerin zur "Regeistration". Da wird einfach geguckt ob alle da sind und gegebenenfalls werden auch kleine Nachrichtem vom Direktor verlesen. Jede Klasse hat einmal in der Woche eine Stufenversammlung. Für die Zehner ist das der Dienstag.
Das geht zwanzig Minuten bis um 9 Uhr. Dann geht es in den ersten Kurs. Für jedes Fach gibt pro Klasse um die 8 Kurse. Wobei im 1. Kurs die Streber sitzen und im 8. die... nicht so guten. In Mathe, Geschichte und Business Studies bin ich im ersten Kurs, was mich sehr stolz macht. Und ich glaub insgesamt geht es nicht unter 4 oder 5. In jedem Kurs sitzen um die 18-20 Leute auch mal mehr oder weniger, aber das ist so der Schnitt.
Das mit den Klassenzimmern ist auch ganz anders als bei uns. In der Handsworth Wood Girls Academy gibt es viel mehr Klassenzimmer als auf dem Goethe. Also viel-viel mehr! Es gibt an die drei, vier verschiedene Gebäude. Vorallem die Naturwissenschafts-Klassenzimmer sind um einiges größer als unsere, obwohl dann weniger Schüler drin sind. Da muss der Lehrer schon manchmal ein bisschen schreien. Ich glaube einer der Hauptgründe für die vielen Klassenzimmer sind nicht nur die kleineren Kurse, sondern dass jeder Lehrer sein eigenes Zimmer hat, das heißt die Schüler kommen die Lehrer besuchen und nicht andersrum. Und jeder Lehrer hat nur ein Fach, was heißt dass es auch mehr Lehrer gibt. (Bei uns machen ja fast alle Lehrer zwei oder drei Fächer).
Jeder Lehrer hat sich in seinem Zimmer hinter dem Pult schon ziemlich häuslich eingerichtet. Von Kaffetasse bis Handcreme ist alles dabei. Aber in seinem "eigenen" Zimmer kann man den Unterricht denke ich schon besser vorbereiten weil es ist ja immer da, man kann nichts in einem anderen Zimmer vergessen.
Mein Geschichtszimmer ist Knallrosa von oben bis unten, alle vier Wände. Das ist schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig...
Oft sitzen die Schüler nicht in Reihen sondern oft an Gruppentischen und nicht unoft sitzen viele Leute mit dem Rücken zum Lehrer. Oft gibt es überhaupt kein klares Vorne im Klassenzimmer. An einer Wand ist das Pult, an einer anderen die Tafel.
Jede Stunde geht wirklich eine Stunde. Jeden Tag außer Mittwoch hat man nur vier Stunden. Das ist eigenlich ziemlich entspannend, weil man nicht mit x-vielen Fächern bombadiert wird und sich ja alles merken sollte. Meistens hat man 3-4 verschiedene Fächer am Tag und kann die auch langsamer angehen weil man mehr Zeit hat.
Die Pausenklingel ist ein ziemlich schrilles, langanhaltendes rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
Und der Feueralarm klingt ungefähr genauso nur nicht ganz so schrill. Aber wie soll man die bitte unterscheiden?? Vor allem wenn er am Anfang einer Stunde losgeht? Es klingelt, ich denke, dass ist jetzt der Gong zum Stundenbeginn. Auf einmal fangen alle an zu jubeln und ich saß nur so da:
Aber irgendwann hab ichs dann kapiert...

So das war mal ein kleine Kostprobe englischer Schulen (natürlich kann man das oben nicht auf alle englischen Schulen verallgemeinern).
Ich wünsche euch allen einen schönes Wochenende :)

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